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Kieselsäure ein Multitalent

Woher kommt das Silizium und die daraus entstandene Kieselsäure?
Silizium ist nach Sauerstoff das am weitesten verbreitete Element auf der Erde. Es kommt z. B. in Mineralien – Sand, Quarz, Bergkristalle – und Pflanzen vor und ist ein lebensnotwendiges Spurenelement.

Seit Millionen von Jahren produzieren Kieselalgen in den Weltmeeren die so genannte Kieselsäure. Diese Algen lagern Siliziumkristalle ein, die in Kies und Sand auf dem Meeresgrund vorkommen. Wenn sie dann sterben, lagern sie auf dem Grund ab und so entstehen je nach Standort riesige Berge von Kieselsäure.

Nicht nur für die Schönheit kommt der Grundstoff Silizium zum Einsatz: Auch in der Industrie, z. B. bei der Herstellung von Computerchips oder in der Medizintechnik wird Silizium in großen Mengen verwendet.

Was ist was? Erklärung der verschiedenen Begriffe
Grundlage für alle angebotenen Produkte zum Einnehmen und zur äußerlichen Anwendung ist das Silizium. Silizium ist ein natürlicher Stoff, der sich immer an andere Substanzen bindet und daher nie „alleine“ auftritt.

Siliziumdioxid: Verbindung von Sauerstoff und Silizium.
Diese Stoffkombination kennen wir in Form von Kieselerde, weiterverarbeitet als Pulver oder Kapseln.

Kieselsäure: Kommt zu Silizium und Sauerstoffmolekülen auch noch Wasser hinzu, entsteht die Kieselsäure, die Hauptbestandteil des Silicea-Balsams ist.

Was kann der Körper denn verwenden und was nicht?

Siliziumdioxid (Kieselerde), das in den allseits angebotenen Produkten wie Kapseln oder Pulver aus den Reformhäusern oder Drogerien enthalten ist, ist für die innere Anwendung nicht besonders empfehlenswert, weil der Körper Siliziumdioxid sehr schlecht bis gar nicht in seine Zellen aufnehmen kann.
Nur mal als Beispiel: Das Verhältnis eines Kieselsäureteilchen zu einem Kieselerdeteilchen entspricht der Größe eines Sandkorns im Verhältnis zu einem großen Gymnastik-Sitzball. Die Kieselsäureteilchen kann der Körper aufgrund der kleinen „Bauweise“ in die Zellen einschleusen, die Kieselerde-Moleküle sind dafür einfach zu groß, um z. B. die Darmwand passieren zu können.

Besonders gut verwerten kann der Körper die Kieselsäure, wenn diese in einer bestimmten stabilen Form vorliegt, d. h. in Gel-Form (kollodiale Form) wie z. B. beim Silicea-Balsam von Hübner. In diesem Zustand verteilen sich die Kieselsäuremoleküle so fein, dass sie der menschliche Körper super aufnehmen kann und es an die „richtigen“ Stellen transportieren und einlagern kann.

Daher ganz wichtig: Keinesfalls Kieselerde und Kieselsäure/ Kieselsäuregel in einen Topf werfen!!!

Wofür ist die Kieselsäure denn nun gut?

Kieselsäure ist für die gesamten Körperzellen wichtig, besonders aber für Haut, Haare, Nägel und alles, was „weich“ ist, also Muskeln, Blutgefäße und vor allem das Bindegewebe.

Liegt ein Mangel an Silizium vor, zeigt sich dies mit brüchigen Fingernägeln, schlaffer Haut, Cellulite und/oder anderen Mangelerscheinungen. Innerlich angewendet stärkt Kieselsäure das Bindegewebe und steigert die Fähigkeit der Haut, Wasser zu binden, dadurch wirkt sie hautglättend und spendet Feuchtigkeit. Äußerlich und innerlich wirkt sie entzündungshemmend und hilft daher bei Pickeln, Akne, Juckreiz und Hautallergien und wirkt auch äußerlich aufgetragen feuchtigkeitsspendend.

Was kann man beautytechnisch alles mit dem Kieselsäuregel anstellen?

Das Gel ist vielseitig verwendbar, am effektivsten ist natürlich die innere Anwendung, also eine tägliche, kur-mäßige Einnahme über einen längeren Zeitraum oder sogar ein Leben lang. Nur so kann die Kieselsäure auch dort hingelangen, wo sie vom Körper gebraucht wird. Dazu kann man ergänzend äußerlich Masken, Haarkuren oder Cellulite-Anwendungen machen.

Rezepte-Tipps

Für die Haare/Kopfhaut:
Fertige Shampoos, Spülungen oder Haarkuren einfach mit Kieselsäure-Gel aufpeppen. Bei entzündeter Kopfhaut oder Schuppen kann man mit dem Gel auch eine Kopfhaut-Massage machen!

Gesichtsmasken:
Bei trockener oder normaler Haut sollte man das Gel am besten mit Öl (Traubenkernöl, Jojobaöl oder welches Öl man halt am liebsten mag), Joghurt oder einer fertigen Gesichtsmaske mischen.
Dabei gilt: Je mehr Öl oder „Reichhaltiges“ beigemischt wird, desto länger kann man das Ganze einwirken lassen, denn das Gel trocknet pur relativ schnell an, die Haut fängt evtl. an zu spannen und kann sich auch leicht röten. Die Rötung ist aber nicht schlimm und ist nur ein Zeichen dafür, dass die Haut gut durchblutet wird. Die Haut wird anschließend superweich und so richtig schön prall.
Ich denke, man sollte nur bei Couperose wegen der starken Durchblutungs-Wirkung etwas aufpassen, evtl. diese Stellen aussparen.

Bei unreiner Haut und Akne kann das Gel pur aufgetragen werden. Da die Haut (zumindest bei meiner feuchtigkeitsarmen Mischhaut) aber eben schnell spannt und ziemlich kribbelt, muss man eben gucken, wie lange die Haut das Gel pur aushält. Unreinheiten und Pickel trocknen mit dem Gel relativ schnell aus und die entzündeten Stellen können damit besser und schneller abheilen.

Man kann das Gel auch punktuell auf Pickel auftragen und über Nacht einwirken lassen, dadurch werden sie ruckzuck ausgetrocknet und verheilen schnell.

Körperpflege:
Auf die Oberschenkel und andere Cellulite-betroffene Stellen das Gel dünn auftragen und nach 10 bis 20 Minuten abduschen. Auch hier wird die Durchblutung, je nach Hauttyp, mehr oder weniger stark angeregt.

Zum Baden kann man das Gel auch verwenden: Ins Badewasser zum Badeschaum zusätzlich einige Esslöffel Gel zugeben, die Haut wird davon ganz samtig weich.

Fazit und Erfolge

Ganz wichtig ist die innerliche Einnahme, damit die Haare, Haut und vor allem das Bindegewebe von Grund auf gestärkt werden. Die äußerliche Anwendung kann eben nur bestehende äußerliche Probleme lindern, aber nicht beseitigen, besonders bei Cellulite.

Mit den positiven Ergebnissen muß man sich etwas in Geduld üben! Wenn man bedenkt, dass z. B. Haare nur 1 cm pro Monat wachsen, wird sich erst nach Jahren zeigen, wie sich die Kieselsäure auf verbessernd auf die Haarstruktur auswirkt. Ich habe aber z. B. gemerkt, dass ich beim Fönen und Kämmen viel weniger Haare verliere, seit ich das Gel regelmäßig einnehme.

Erst Erfolge haben sich beim Kampf gegen die Cellulite bei einigen Beauties nach 6 bis 8 Wochen gezeigt, die ersten „Dellen“ haben bereits bei einigen „geglättet“. Um eine bereits fortgeschrittenen Cellulite loszuwerden, muss man aber sicher Monate oder sogar Jahre konsequent das Gel regelmäßig einnehmen. Ob das aber auch tatsächlich funktioniert, hängt sicher auch viel von Ernährung, Sport und der sonstigen Lebensweise ab.
Unterstützend wirken kann auch ein konsequentes Schröpfen der betroffenen Stellen!

Quelle:
Jutta Oppermann: Gesund und schön mit Kieselsäure

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