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Mit Hyaluronsäure gegen Falten und Artrose

// // Umstrittene Methode, die scheinbar immer mehr Anklang findet. Chemisch gehört die Hyaluronsäure zu den Polysacchariden, den Vielfachzuckern, einer Untergruppe der Kohlenhydrate. Diese gelartige, durchsichtige Flüssigkeit ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes. Außerdem ist sie ein echtes Multitalent. Fast keine Antifalten- oder Feuchtigkeitscreme kommt ohne sie aus, sie wird in der Orthopädie eingesetzt – und eben auch in der Schönheitschirurgie.

Was diese chemische Verbindung so besonders macht, sind zwei Eigenschaften: Zum einen kann sie große Mengen Wasser binden – bis zu sechs Liter pro Gramm Hyaluronsäure, zum anderen kann sie ihre Fließeigenschaften verändern.
Mal ist sie flüssig wie Öl, mal zäh wie Honig.

Zum Teil wird sie auch in Nasensprays (gegen die Austrocknung der Schleimhäute) und Augentropfen (gegen trockene Augen) eingesetzt.
Auch in der Kosmetik ist der körpereigene Stoff ein kleines Wundermittel. Allerdings ein vergängliches: Wer sich mit Hyaluronsäure Falten aufpolstern lässt, muss alle sechs bis zwölf Monate nachspritzen. // Während in der Kosmetik eher ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, gefragt ist, setzt man in der Orthopädie auf ihre Qualitäten als Gelenkschmiermittel. Sie ist ein natürlicher Baustein von Knorpel und Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit. Spritzt man also Hyaluronsäure direkt in das von Verschleiß (Arthrose) betroffene Gelenk, meist das Knie, kann das zu einer deutlichen Schmerzlinderung führen. Umstritten ist diese Methode, die ungefähr seit 1990 angewandt wird, trotzdem. Grundsätzlich besteht bei Injektionen ein Infektionsrisiko, hinzu kommt ein Allergierisiko. Hyaluronsäure wird nämlich nicht nur synthetisch hergestellt, sondern kann auch aus Hahnenkämmen gewonnen werden.

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