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Was ist ein Stangerbad?

Das Stangerbad ist ein Hydroelektrisches (hydro = Wasser) Vollbad und gehört in den Bereich der Physiotherapie.
Ursprung
Das Stangerbad ist nach einem Stuttgarter Gerbermeister benannt, der das Prinzip zu Beginn dieses Jahrhunderts entwickelte.
Methode
Bei einem Stangerbad wird die Leitfähigkeit des Wassers genutzt, um dem Körper galvanischen Strom zuzuführen. Die Wirkungen des warmen Wassers addieren sich zu denen des elektrischen Stromes.
Der Patient bzw. Gast liegt dazu in einer Spezialwanne, die in der Regel mit sechs Kohleelektroden (zwei jeweils links und rechts, sowie eine Fuß- und eine Kopfelektrode) versehen ist. Die Badetemperatur ist von der Indikation abhängig, die Stromdosis wird nach individueller Verträglichkeit reguliert (angenehmes Kribbelgefühl).
Die Strommengen, die verwendet werden, bewegen sich im Milli-Ampere-Bereich, sind also nur gering. Da es sich um Gleichstrom handelt und die Sicherheitsvorschriften an derartige Wannen heute außerordentlich hoch sind, kann man schädliche Nebenwirkungen ausschließen. Weder am noch im Körper darf sich während der Behandlung Metall befinden.
Der Strom bewirkt eine Erweiterung der Gefäße. Ein schmerzhemmender Effekt ergibt sich aus der Erregung und schließlich Dämpfung der Schmerzrezeptoren.
Die Anwendung und anschließende Nachruhe dauert jeweils ca. 20 Minuten.
Beurteilung
Indikationen für ein Stangerbad sind alle schmerzhaftenZustände im Bereich des Bewegungsapparates, vor allem der Wirbelsäule. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Lunge darf die Therapie nicht angewandt werden.

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