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Was tun bei extremer Hitze oder wie komm ich gut durch den Sommer?

In diesem Jahr scheint der Sommer bei uns sehr früh seine Zelte aufzuschlagen und wir freuen uns am Licht, an den immer länger werdenden Tagen, an der Fülle der Farben, an Blumen und Früchten. Das Leben findet wieder mehr draußen an der frischen Luft statt, wir tanken regelrecht Energie. Insgesamt verbessert sich das vegetative Gleichgewicht und die psychische Verfassung. Viele Menschen fühlen sich aktiver, nehmen leichter ab, und auch die Erkältungskrankheiten werden seltener.

Sonneneinstrahlung fördert Bildung von Vitamin D im Körper

Durch die Sonneneinstrahlung wird die Bildung von Vitamin D angeregt, einer Substanz, die den Einbau von Kalzium in die Knochen fördert. Nicht nur für Frauen ist das ein wichtiger Punkt zur Osteoporosevorbeugung.

Wie reagiert der Körper auf Hitze?

Hitze führt dazu, dass der Körper versucht, die Wärme wieder loszuwerden, indem er Flüssigkeit, d.h. Schweiß, auf der Haut verdunsten lässt. Damit geht aber nicht nur Flüssigkeit verloren, sondern Kochsalz und die Elektrolyte Kalium und Magnesium. Kochsalz ist dazu da, die Flüssigkeit im Körper zu halten, das heißt, den Blutdruck zu stabilisieren. Die Hitze macht zusätzlich die Gefäße der Haut weit, sodass dort Blut versackt und der Blutdruck abfällt. Wenn man also zu viel Wasser und Kochsalz verliert bzw. der Blutdruck deutlich sinkt, besteht die Gefahr des Kreislaufkollapses. Erste Anzeichen dafür sind starker Durst oder Schwindel. Der Verlust von Kalium und Magnesium kann außerdem zu Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfen führen. Auch das Gehirn reagiert empfindlich auf Elektrolyt- und Flüssigkeitsmangel, es kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit und allgemeiner Reizbarkeit kommen.

Welche Menschen sind durch Hitze besonders gefährdet?

Gerade Menschen mit sonst hohem Blutdruck reagieren sehr empfindlich auf Blutdruckschwankungen. Menschen mit Herzschwäche und auch alle anderen Herzpatienten leiden stärker als gesunde Menschen unter der Hitze. Durch die Austrocknung wird das Blut eingedickt und damit steigt die Herzarbeit. Ältere Menschen, die oft nicht ausreichend trinken, oder junge Frauen mit niedrigem Blutdruck sind stark gefährdet. Frauen schwitzen auch weniger leicht und später als Männer. Sie sind deswegen, was die Regulation bei Hitze angeht, empfindlicher.

Wie sollte man sich bei extremer Hitze verhalten?

  1. Ausreichend trinken ! Es ist wichtig, ausreichend zu trinken, selbstverständlich keinen Alkohol. Besser eignen sich Mineralwässer und Kräutertees. Auch Fruchtsäfte – gemischt mit Mineralwasser – löschen den Durst und enthalten Kalium und Magnesium. Um den Verlust von Elektrolyten und Kochsalz auszugleichen ist auch eine Gemüsebrühe sinnvoll. Die Getränke sollten nicht zu kalt sein, weil dadurch wiederum die körpereigene Wärmeproduktion angeregt wird.
  2. Bewußt essen!

Was soll man bei hohen Temperaturen essen?

Am besten ist natürlich Mittelmeerkost als fettarm und leicht. Salate, frisches Obst und Gemüse sindin reicher Auswahl vorhanden. Z.B. ein einfacher Salat mit frischen Tomaten, Gurken und Paprika, darüber ein wenig Zitrone und Olivenöl – damit haben Sie ein ideales Mittagessen.

Obst als Zwischenmahlzeit

Zwischendurch Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Melonen, Pfirsiche oder Aprikosen sind eine gute Ergänzung. Mehrere kleine Mahlzeiten belasten Ihren Körper weniger als wenige üppige.

Ein paar Tipps die Sie beachten sollten wenn Sie gerne grillen.

Bitte grillen Sie nicht in der Mittagssonne, verschieben Sie das Grillvergnügen auf die Abendstunden. Probieren Sie doch einmal wie hervorragend Gemüse oder Obst vom Grill schmecken kann. Meine bevorzugten Sorten sind Pilze, Paprika, Tomaten oder Zucchini und ein frischer Salat sollte eh zu jedem Grillfest dazugehören. Alle die gerne Fleisch essen, sollten Fisch und Geflügel bevorzugen, statt Fleisch. Bratwürste, Bauchspeck und Haxen sind ungesund und belasten den Organismus bei Hitze zusätzlich.

Anstrengung gezielt durchführen!

Sie sollten sich nicht direkt nach den Mahlzeiten körperlich anstrengen. Körperliche Aktivitäten sollten in die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag verlegt werden. In der größten Mittagshitze ist eine Siesta, also eineRuhepause, sinnvoll.

Sonnenbäder in praller Sonne meiden!

Man sollte sich eher im Schatten aufhalten und keine Sonnenbäder in der prallen Sonne nehmen. Nicht nur die mediterrane Ernährung mit frischem Obst und Gemüse und ausreichend Flüssigkeit, sondern auch der mediterrane Lebensstil sind zu empfehlen.

Wie kann man sich an die Hitze gewöhnen?

Zunächst sollte locker sitzende, angenehme Kleidung aus Naturmaterialien wie Baumwolle getragen werden. So wird ein Wärmestau vermieden. Um sich abzukühlen rate ich zu Armbädern mit kaltem Wasser oder zum Wassertreten. Viele Menschen leiden unter geschwollenen Beinen. Sie sollten ihre Beine – wo immer es geht – hochlegen, um der Schwellung entgegenzuwirken. Manche Menschen glauben: Jetzt kommen die heißen Tage, da bleibe ich lieber zu Hause. Die Vorstellung,dass man sich dadurch akklimatisiert, ist nicht richtig. Akklimatisierung geschieht nicht in Körperruhe. Man sollte sich, auch wenn es heiß ist, zumindest morgens und abends draußen aufhalten und sich der Wärme aussetzen. Deswegen sollte man, wenn man zu Hause oder im Auto Klimaanlagen einschaltet, die Temperatur nicht zu weit nach unten regulieren, weil das die Anpassung, die Akklimatisierung, erschwert. Zu kalt eingestellte Klimaanlagen begünstigen sogar Sommergrippen oder Sommererkältungen. Man sollte im Sommer ruhig schwitzen, Schwitzen ist das natürliche Ventil für die Körperwärme, die verlorene Flüssigkeit muss dann durch geeignete Getränke ersetzt werden.

Müssen Menschen, die Medikamente einnehmen, im Sommer etwas Besonderes beachten?

Wärme senkt über verschiedene Mechanismen den Blutdruck. Es kann also sein, dass Bluthochdruckpatienten, die im Winter mit ihren Medikamenten gut eingestellt waren, im Sommer auf einmal einen zu niedrigen Blutdruck haben. Oft merken diese Patienten das von selbst, weil ihnen schwindlig wird. Nach Rücksprache mit dem Arzt kann man in den Sommermonaten die blutdrucksenkenden Medikamente durchaus etwas reduzieren. Einige Medikamente erhöhen die Empfindlichkeit für UV-Strahlung: Amiodaron (z.B. in Cordarex, Amiohexal), selten auch das Captopril (z.B. in Captohexal, ACE-Hemmer-ratiopharm), auch Johanniskraut und einige Antibiotika wie Doxycyclin (z.B. in Doxy-Wolff, Doxy M-ratiopharm). Patienten, die diese Medikamente einnehmen, müssen besonders auf Sonnenschutz mit sehr hohem Faktor –eventuell sogar Sonnenblocker – achten, wenn sie sich der Sonne aussetzen. Sie sollten außerdem immer eine Schirmmütze oder einen Sonnenhut tragen.

Sollte man sich im Sommer möglichst wenig bewegen, um Anstrengungen zu vermeiden?

Nein, Bewegung ist immer wichtig. Im Sommer wie im Winter sollte man mindestens eine halbe Stunde am Tag körperlich aktiv sein. Besonders schön ist ein Spaziergang im Park oder im Wald, wo die Bäume frische Luft und Schatten spenden, oder an den Salinen unserer Kurorte, wo die Luft angenehm feucht und kühl ist. Bei Waldspaziergängen muss man allerdings die Gefahr von Zeckenbissen berücksichtigen. Sehr geeignet ist zum Beispiel das Fahrradfahren, denn da kommt noch der Fahrtwind hinzu und trägt zur Kühlung bei. Man sollte allerdings wissen, dass der Puls im Sommer bei gleicher Belastung höher ist, weswegen viele Menschen nicht so ausdauerfähig sind wie zu kühleren Jahreszeiten. Siemüssen also den Anspruch an die eigene Leistung ein bisschen zurückschrauben. Was ist von Schwimmen oder Wandern zu halten? Schwimmen ist eine der schönsten Arten der Bewegung fürGesunde. Wandern ist ganz hervorragend, weil man im Mittelgebirge, z.B. im Schwarzwald, Harz oder Thüringer Wald wandern kann, wo es nicht so heiß ist.Allgemein können Herzpatienten die Höhe in den Mittelgebirgen und in den mittleren Höhen der Alpen gut vertragen. Aber auch da gilt, dass man sich am Urlaubsort zunächst ein paar Tage akklimatisiert und an die Höhe gewöhnt, bevor man mit der Aktivität beginnt. Wenn es wirklich heiß ist, sollte man seine körperlichen Aktivitäten in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend verlagern.

Wie belastend sind erhöhte Ozonwerte?

Ozon ist ein Reizgas. Eine wissenschaftliche Studie zeigte, dass Luftverschmutzung, das Einatmen hoher Ozon- und Schwebstoffkonzentrationen bei Gesunden eine bedeutsame Verengung der Blutgefäße auslöst. Für gesunde Menschen stellt das sicherlich kein Problem dar, allerdings kann es bei Menschen mit koronarer Herzkrankheit schon durch kleine Veränderungen des Gefäßdurchmessers zu einem Sauerstoffmangel des Herzmuskels kommen. Man kann das Ozon allerdings nicht allein anschuldigen, weil in einer Sommersmoglage, wenn die Ozonwerte ansteigen, auch andereschädliche Stoffe in der Luft vorhanden sind.

Müssen wir nun den Sommer und die Hitze fürchten?

Nein, wer die wichtigsten Regeln in der heißen Jahreszeit beachtet, kann sich auf den Sommer freuen und ihm unbeschwert entgegensehen. Was gibt es Schöneres, als einen Morgenspaziergang an einem Fluss oder See, ein Picknick im Park, odereine Runde Federball in der Abendsonne? Verschieben Sie Tätigkeiten wie Bügeln etc. am besten auf die frühen Morgenstunden oder auf die Abendstunden, trinken Sie ausreichend ca. 3l Flüssigkeit am besten Mineralwasser oder kalte Früchtetees. Wenn es sehr heiß ist greife ich auch sehr gerne zu einer Tasse heißen Tee! Ich habe gerade eine kurze Pause eingelegt und mir ein kühlendes Getränk gegönnt und wollte doch einmal wissen wie viel Grad wir im Moment haben also ich kann Ihnen mitteilen das hier (jetzt ist es 14 Uhr) im Schatten 35 Grad sind! Mit der Frage im Kopf ob ich nun einige Monate verschlafen habe als ob es Juli wäre oder doch erst April kehre ich zurück an meinen Artikel! Jedenfalls habe ich schon um 11 Uhr alle Rouladen vor den Fenstern geschlossen und den Ventilator eingeschaltet und werde mich entspannt mit der Frage im meinem Kopf beschäftigen.

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