Du bist hier:
24Tip Startseite > Haushaltstipps > Hausbrand: Was tun, wenn es zu Hause brennt?

Hausbrand: Was tun, wenn es zu Hause brennt?

Jedes Jahr werden Milliarden an privaten Werten durch Brände vernichtet, über 600 Menschen sterben an den Folgen eines Brandes, 5.000 erleiden Verbrennungen und Rauchvergiftungen: Wie sollte man sich im Falle eines Brandes verhalten?
Löschversuche sind meist nur in der Entstehungsphase möglich. Im Zweifelsfall gilt: sofort die Feuerwehr rufen, denn sonst vergeht kostbare Zeit.

Ganz wichtig:
Ruhe bewahren
Unter der Notrufnummer 112 die Feuerwehr rufen.
Wo brennt es?
Namen und genaue Adresse angeben!
Was brennt?
Die Situation schildern!
Anweisungen der Feuerwehrleitstelle befolgen, und sich selbst und anwesende Familienmitglieder in Sicherheit bringen.

Wichtig ist: Alle Türen hinter sich schließen. Der Rauch wird gestoppt und Zugluft vermieden. Wohnungs- und Hausnachbarn warnen und auf die Feuerwehr warten.

Beim Ausbruch kleiner Brände sind Löschversuche möglich. Wichtig dabei ist: Brennende Flüssigkeiten und Fett nie mit Wasser löschen. Selbst eine geringe Menge Wasser in brennendes Fett gegossen führt zu einer explosionsartigen Verpuffung. Feuerlöscher leisten gute Dienste auch im Haushalt.

Die Feuerwehr empfiehlt moderne Schaumlöscher für die Brandklassen A und B, d. h. für feste und flüssige Stoffe. Sie müssen alle zwei Jahre vom Spezialisten auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Alte Feuerlöscher, die mit Pulver gefüllt sind, hinterlassen Rückstände und damit Schäden, die nicht mehr im Verhältnis zu dem stehen, was man vor dem Feuer retten will. Was das Feuer übrig gelassen hat, vernichtet das Pulver.

Doch die größte Gefahr sind nicht die Flammen, sondern der Rauch. 20 kg typisches Wohnmaterial wie Holz, Kunstoff, Papier und Stoff ergibt 31 Tausend Kubikmeter Rauch. Damit kann man eine große Kirche füllen. Rauch tötet schnell. 95 % der Brandtoten sterben in der Schwelbrandphase.

Im Tiefschlaf funktioniert unser Geruchssinn nur eingeschränkt. Um einen Brand oder Schwelbrand zu erkennen, sollte jede Wohnung einen Rauchmelder haben. Er wird am besten an der Decke im Flur angebracht. Über einen LED Lichtstrahl und eine Fotodiode erkennt ein guter Rauchmelder geringste Rauchentwicklungen und löst lauten Alarm aus; ca. 85 dB auf einen Meter. Er überwacht bis zu 60 qm Fläche. Kosten für ein gutes Modell ab ca. 40 Euro aufwärts. Ein geringer Aufwand mit großem Nutzen.

So genannte Intelligente Rauchmelder prüfen die Rauchintervalle, bevor sie Alarm auslösen. Fehlalarme durch Zigaretten- oder Zigarrenrauch sind dadurch ausgeschlossen. Achten sie beim Kauf auf Gütesiegel. Billigangebote entsprechen oft nicht dem neuesten technischen Standart.

Rauchmelder nicht in Räumen anbringen, wo unter normalen Bedingungen starker Dampf oder Rauch entsteht (z.B. Küche, Bad oder Waschküche). Sollte er wiederholt Fehlalarme haben, platzieren sie ihn bitte an einem anderen Platz. Geeignet sind oft Flure, die an die Zimmer der Wohnung grenzen.

Tipps zur Brandvermeidung
Im Bett und im Liegen gilt absolutes Rauchverbot. So entspannend das Rauchen im Liegen auch sein mag: schläft man ein, wird die Zigarette zum Brandherd.

Offenes Feuer (z.B. Kerzen) immer im Blick haben. Verlässt man den Raum, immer die Flamme löschen.

Kaffeemaschinen, Toaster, Heißwasserkocher und andere elektrische Geräte, die Hitze erzeugen, zur Sicherheit auf eine feuerfeste Unterlage stellen.

Nach dem Fernsehen nicht einfach auf “stand by” gehen, sondern mit dem Netzschalter den Strom ganz abschalten. Das führt zur Geräteabkühlung und spart zusätzlich viel Strom.

Klingelt beim Bügeln das Telefon, das Bügeleisen unbedingt abschalten, wenn man der Raum verlässt.

Dasselbe gilt auch für die Küche. Die Kochstelle immer im Blick haben. Ansonsten den Herd unbedingt ausschalten. Häufig wird die Feuerwehr zu Küchenbränden gerufen, weil es im Kochtopf brennt. Diese Suppe kann für den Verursacher richtig teuer werden.

Top