Haushaltstipps

Was gehört wo in den Kühlschrank

Im Kühlschrank können viele Lebensmittel kurzfristig aufbewahrt werden.Doch welche Lebensmittel dürfen überhaupt in den Kühlschrank und worauf sollten Sie achten?
Die meisten Früchte bleiben länger frisch, wenn sie im Obst- und Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Eine Ausnahmen sind Kartoffeln und Tomaten und Südfrüchte für die es im Kühlschrank zu kalt ist. Wurzelgemüse und Kohlgemüse sollten kühl und feucht gelagert werden – wobei das bilden von Kondenswasser zu vermeiden ist. Gemahlenes Kaffeepulver sollte auch im Kühlschrank aufbewahrt werden, gut verschlossen bewahrt er so sein gutes Aroma sehr viel länger. Milch, Milchprodukte, Butter, Margarine, Fleisch, Wurst und Fisch müssen in den Kühlschrank. Konserven und Trockenprodukte können im Vorratsschrank oder in der Speisekammer aufbewahrt werden, wenn es dort dunkel und trocken ist und möglichst Temperaturen unter 20 Grad C herrschen.

Viele Produkte halten im Kühlschrank nur einen Tag,

z.B. roher Fisch und Hackfleisch. Andere, wie zum Beispiel Eier, halten im Kühlschrank bis zu drei Wochen. Fleisch und Aufschnitt bleiben kühl gelagert zwei bis drei Tage, pasteurisierte Milch circa drei Tage und Hart- und Schnittkäse ein bis zwei Wochen frisch. Generell sollte bei verpackten Lebensmitteln das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum beachtet werden.

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Gefriergeräte machen Sie unabhängiger vom jahreszeitlichen Angebot.

Gerichte zubereiten, einfrieren und bei Bedarf portionsweise auftauen, spart zudem viel Zeit. Wichtig für die Lagerung in Gefriergeräten ist eine ausreichend niedrige Temperatur: Sie sollte bei -18 Grad Celsius oder darunter liegen.
[Quelle: www.verbraucherministerium.de]

Die unterschiedliche Temperaturverteilung im Kühlschrank

In einem handelsüblichen Kühlschrank ohne Ventilator herrschen bei mittlerer Einstellung Temperaturen von 3 – 9°C bei 45 – 50% Luftfeuchtigkeit. Bei einer digitalen Temperatureinstellung bezieht sich die gewählte Temperatur auf das mittlere Fach. Die Gemüsefächer sind durch eine Glasplatte abgetrennt, dort herrschen etwa 10 – 11°C.

So kontrollieren Sie regelmäßig die Temperatur in Ihrem Kühlschrank :

Stellen Sie abends in jedes Fach ein abgedecktes Glas mit Wasser und messen Sie morgens die unterschiedlichen Temperaturen in den Gläsern.

Wie kann ich den Kühlschrank besser nutzen?

Eindeutig ist der wärmste Platz in Ihren Kühlschrank in der Kühlschranktür. Dieser Platz eigen sich besonders gut zur Lagerung von geöffneten Getränkeflaschen, Dressings, Ketcup, Senf, streichfähige Butter und Hartkäse.
In den kältesten Bereich, der sich hinten direkt auf den Glasplatten über den Gemüseschalen befindet ist der richtige Platz für Wurst, frischem Fisch und rohem Fleisch. Es ist an zu raten frischen Fisch, Fleisch oder Wurst nicht ganz luftdicht verpackt zu lagern, da Fleisch schon nach kurzer Zeit eine Milchsäuregärung zeigt, genauer gesagt die Ware wird an der Oberfläche schmierig.
Zum Aufbewahren nehmen Sie saubere Schüsseln und decken Sie mit Frischhaltefolie oder einem Teller ab.
Frisch gekaufter Fisch soll nach dem Kauf immer aus der Verpackung genommen werden (auch aus dem aluminiumbeschichteten Spezialpapier) und in abgedeckten Tellern oder Schüsseln möglichst auf Eiswürfel gelagert werden. In Vakuumpackungen gekauftes Fleisch und Wurst können Sie in der Verpackung im direkt im Kühlschrank lagern, hier regelmäßig das Haltbarkeitsdatum prüfen. In dem Fach darüber werden gegarte Speisen und Milchprodukte wie Milch, Sahne und Frischkäse gelagert, darüber ist Platz für Käse, Eier, volle Getränkeflaschen.

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Gegarte Speisen immer luftdicht verpacken.

Käse bleibt im atmungsaktiven Einwickelpapier der Käsetheke oder Sie verwenden atmungsaktive Klarsichtfolie. Falls der Käse austrocknet können Sie die Pakete für einige Stunden mit einem feuchten Tuch bedecken. Die Gemüsefächer sind richtig für Obst, Gemüse und Salate. Frische ungewaschene Produkte lagern Sie in einer luftdurchlässigen oder perforierten Folie. Sehr oft wird vor der Kühlschranklagerung von Gurken, Paprika oder Auberginen gewarnt, allerdings gilt dies nur für die alten kälteempfindlichen Sorten. Die im Handel gekauften Sorten sind kältestabilere Neuzüchtungen, denn der Handel ist auch auf kühlen Transport und Lagerung angewiesen. Z.B. wird Obst und Gemüse bei 10°C transportiert, bei Beiladung von Milchprodukten darf bis 8°C gekühlt werden.

Südfrüchte werden im Allgemeinen nicht im Kühlschrank gelagert

– aber im Gemüsefach wird auch deren Haltbarkeit verlängert. Bananen werden im Kühlschrank außen leicht braun – dafür bleiben sie im Inneren schön fest! Zerkleinertes rohes Obst, Gemüse oder Kräuter werden gern in wenig atmungsaktiven Frischhaltedosen aufbewahrt. Diese Lebensmittel haben eine große Oberfläche, weshalb in den rohen Produkten viele Enzyme und Mikroorganismen aktiv sind. Es kommt zu einer Abnahme des Sauerstoffgehaltes, aber der Kohlendioxidgehalt steigt an. Eine erhöhte Kohlendioxidkonzentration könnte das Wachstum von Keimen vermindern, doch gleichzeitig entsteht durch diese Vorgänge auch Oxidationswasser. Darüber hinaus bildet sich in der Dose beim Abkühlen im Kühlschrank Kondenswasser. Dadurch wird die Schimmelbildung begünstigt und das muss durch eine tiefere Lagertemperatur ausgeglichen werden! Lagern Sie deshalb Obst und Gemüse in Frischhaltedosen nicht im Gemüsefach, sondern in den kälteren Bereichen des Kühlschranks. Trotzdem sollte Sie die Boxen auf zu viel Kondenswasser kontrollieren, evtl. kurz belüften, Wassertropfen am Deckel abtupfen oder auf den Boden der Dose ein Küchenpapier legen.

Was Sie auf jedenfalls vermeiden sollten:

Fertig gegarte Speisen sollten niemals mit Besteck in den Kühlschrank gestellt werden. Fazit: Suppenkelle erst aus dem Eintopf entnehmen, Deckel drauf und ab in den frostigen Schrank.
Geöffnete Konservendosen mit Obst, Gemüsen oder Fertiggerichten sollten Sie auch besser nicht so hinein stellen, da die Metalldosen im Kühlschrank oxidieren und sogar gesundheitsschädliche Stoffe an die Nahrungsmittel abgeben können. Es ist besser dies Produkte in eine Schale oder Topf mit Deckel zu geben und schnellst möglichst zu verzehren.