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Wolle braucht sanfte Pflege

Strickmode aus Wolle bedarf besonders schonender Pflege. Wolle wärmt und nimmt andererseits auch wieder den Schweiß auf, wenn man in überheizten Räumen ins Schwitzen gerät. Doch gute Wolle ist teuer. Und damit sie lange etwas von dem guten Stück haben, sollten sie es mit sanfter Hand pflegen.

Die Außenhaut der Wollfaser weist Wasser und Schmutz ab und häufig genügt es, die Kleidungsstücke aufzuschütteln und leicht abzubürsten. Die Wollfaser hat eine ähnliche Struktur wie unser Haar und braucht deswegen eine schonende Wäsche.
Wenn man sich die Wollfaser unter dem Mikroskop anschaut, dann findet man auf der Oberfläche der Wollfaser dachziegelartige Schuppen. Diese Besonderheit der Wollfaser macht auch bei der Pflege besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig.

Diese Schuppenschicht der Wolle wird beim Spinnen und der Weiterverarbeitung durcheinander gebracht. Die Schuppen liegen in verschiedenen Richtungen und deshalb verfilzen oder schrumpfen die Fasern, wenn sie zu heiß und mit zuviel Bewegung gewaschen werden.

Das sind sehr scharfkantige Schuppen, und wenn es durch Aufnahme von Feuchtigkeit – also zum Beispiel beim Waschen – zu einer Faserquellung kommt und gleichzeitig eine Bewegung der Wolle, dann können sich die Schuppen ineinander verhaken. Mit dem Verfilzen einher geht immer gleichzeitig ein Einlaufen der Wolle.

Ist Wolle einmal verfilzt, hilft keine noch so zarte Behandlung mehr, das Kleidungsstück ist hin. Wolle besteht aus Keratin, also aus Eiweißstoffen. Diese verleihen der Naturfasern Elastizität und Bauschigkeit. Damit diese Eigenschaften beim Waschen nicht verloren gehen, sollte sie auf jeden Fall immer mit einem Woll- oder zumindest mit einem Feinwaschmittel gewaschen werden.

Wolle ist eine Eiweißfaser, und da muss man ein ganz mildes, auf diese Faser abgestimmtes Waschmittel benutzen. Ist das Waschmittel zu kräftig, kann man unter Umständen die Wollfaser schädigen, und sie wird spröde oder hart.

Doch zunächst stellt sich die Frage: Muss die Wolle von Hand gewaschen werden, oder kann sie in die Waschmaschine? Grundsätzlich sollten Sie diese Entscheidung nach einem Blick auf das eingenähte Pflegeetikette treffen. Zeigt das Pflegeetikett an, dass die Strickware waschmaschinenfest ist, wurde die Wolle bei der Verarbeitung mit einer dünnen Kunstharzschicht überzogen. Für die Wäsche im Wollwaschgang ist es besonders schonend, wenn Sie zunächst Wasser in die Maschine einlaufen lassen und dann die Maschine nur zu einem Drittel mit Strickkleidung füllen. Weichspüler ist bei Wollsachen tabu, er glättet die Oberfläche zu stark und so könnte die Wolle ausleiern.

Auch Kleidung, die von Hand gewaschen werden sollte, leidet in einer Waschmaschine mit einem speziellen Handwaschwollprogramm nicht. Die Wolle wird nur sanft hin- und hergeschaukelt und so sollte es auch bei der Handwäsche sein. Dazu muss ein Wollteil locker im Wasser liegen und nicht stark gerieben oder ausgewrungen werden. Langes Einweichen schadet. Das Wasser zum Klarspülen sollte die gleiche Temperatur haben wie das Waschwasser.

Wollkleidung sollten Sie nach dem Waschen nur vorsichtig ausdrücken und dann auf ein trockenes Handtuch legen.
Wenn Sie das mühsame Waschen von Hand vermeiden möchten, sollte Sie schon beim Einkauf auf die Pflegeetiketten achten, beispielsweise auf den Hinweis „filzfrei“ oder „superwash“ ausgerüstet. Diese Wolle können Sie problemlos im Wollwaschprogramm waschen.

Man kann der Wolle auch Chemiefasern bemischen, und diese Beimischung kann auch dazu führen, dass der Artikel noch pflegeleichter wird. Also wenn ich ihn gewaschen habe, kann ich ihn gut relativ leicht abdämpfen usw.
Wenn Sie Wollsachen dämpfen, tun Sie das am besten mit einem feuchten Tuch, über das Sie mit dem Bügeleisen nur sanft streichen. Sonst könnten Glanzstellen entstehen!

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