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Digitale Fotografie – Alltag im Bild fest halten.

Wohl kaum ein Medium hat sich in den letzten Jahren so sehr zu seinem Vorteil verändert wie die Fotografie.
Seit Menschengedenken sind wir damit beschäftigt Situationen des Alltags in einem Bild fest zuhalten. Erinnern doch heute noch zahlreiche Höhlenmalereien des Urmenschen an den Willen das Leben darstellen zu wollen. Unsere Vorfahren betrieben dafür noch einen ganz anderen Aufwand als wir heutzutage und in Ihren Möglichkeiten waren sie doch im Gegensatz zu uns sehr eingeschränkt. Unsere Möglichkeiten scheinen mit der digitalen Fotografie doch schier keine grenzen mehr gesetzt, ob nun ein einfaches Portrait oder ein kunstvolles mit allen Tricks der Technik erstelltes Foto.

Hier haben wir ein paar grundsätzliche Tipps zum Fotografieren im Allgemeinen zusammengestellt:
Das wichtigste zuerst: Ein gutes Foto braucht das richtige Licht!
Fotografieren ist ja eigentlich nichts anderes als Licht einfangen.
Zu hartes Licht sollten Sie auf jeden Fall vermeiden, da dieses meist zur Überbelichtung führt. Eine ausgewogene Beleuchtung hat man meist am frühen Vormittag oder am Abend, natürlich ohne bedeckten Himmel.
Versuchen Sie, ihr Foto so zu gestalten, das Sie mit dem Licht fotografieren, d.h. Sie sollten am besten die Sonne im Rücken haben. Gegen die Sonne zu Fotografieren ist natürlich auch immer spannend, mit diesem Tipp erhalten Sie bestimmte ein gutes Ergebnis, halten Sie eine Baumzweig vor die Linsen oder fotografieren durch ein Gebüsch als Schattenspender.
Die Tiefenschärfe beeinflusst das Zusammenspiel von Bildvordergrund, Motiv und Bildhintergrund. Man lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf einen gewünschten Bildteil. Um dieses zu erreichen setzte man bewusst eine geringe Tiefenschärfe ein, die zur Verbesserung der Bildaussage beiträgt.
Erreicht wird das durch den Einsatz einer offenen Blende (niedrige Blendenzahl) und/oder einer langen Brennweite.
Der Kontrastumfang
Analoge Filme sind im hellen und dunklen Bereich stark nichtlinear. Die Bildsensoren (CCD = Charge Coupled Device) von Digitalkameras haben eine strenge lineare Kennlinie.
Trifft also so viel Licht auf den CCD sodas dieser schon die Sättigung erreicht hat (er ist gewissermaßen “vollgelaufen”), dann ist diese Stelle am Film noch lange nicht weiß. Ebenso führt bereits wenig Licht zu einer sichtbaren Änderung am Film, wobei am CCD praktisch noch nichts sichtbar ist. Der analoge Film gibt also die wahren Lichtverhältnisse stark verzerrt wieder!
Beim CCD der Digitalkamera sollte man daher Überbelichtungen und zu große Kontraste vermeiden oder schon bei der Aufnahme für das spätere Mischen via “Digital Blending” oder “DRI” berücksichtigen. Andernfalls ärgert man sich schnell über ausgefressene Lichter und tiefschwarze Schatten.
Dunkle Stellen kann man durch Nachbearbeitung am Computer noch etwas nachbessern. Das funktioniert aber nur bei Aufnahmen im RAW-Format zufrieden stellend (soweit an der Kamera vorhanden). Im JPG-Format werden dunkle Bildteile der Kompression geopfert. Daher empfiehlt sich das RAW-Format auch für Nachtaufnahmen.
Bei wenig Licht ist es oft besser keinen Blitz zu gebrauchen
Viele Lichtstimmungen – gerade bei wenig Licht – werden nur beim Abschalten des Blitzes entsprechend wirken. Ohne Blitz haben Sie jedoch eine länger Belichtungszeit, die eine ruhige Hand braucht!
Für das Fotografieren in großen Räumen und im Freien zu, in denen der Blitz die Szene nicht genügend ausleuchten kann, gebrauche ich dann am liebsten ein Stativ und die automatisch verlängerte Belichtungszeit wird sich nicht in einem verwackelten Bild wieder finden!
Wer über dieser maximalen Zeit fotografiert verwackelt!
Das war schon immer so und wird immer so bleiben – auch bei Digitalkameras! Eine Belichtungszeit von 1/Brennweite ist das absolute Maximum das man mit ruhiger Hand ohne Stativ fotografieren kann. Eine Ausnahme stellen Objektive mit Bildstabilisator dar, bei denen die Belichtungszeit um 2 Stufen verlängert werden kann.

Vorteile digitaler Kameras:
• Die Fotos kostet nichts! Egal, wie viele Sie machen …
• Sie haben jederzeit ihre Fotos zur Verfügung – kein Warten auf das Filmende
• Dank moderner Speichermedien auch hunderte Bilder auf einem Speicherchip.
• Unterschiedliche ISO Einstellungen ohne Filmtausch möglich
• Bilder können zu Hause ausgedruckt werden
• Die Bilder können leicht für Präsentationen und Illustrationen im Internet verwendet, wie auch per Mail an Freunde verteilt werden.
• Geringere Größe als bei vergleichbaren Analogkameras.
• Zoombereiche, die bei analoger Technik nur mit 2-3 Wechselobjektiven möglich ist.
• Sofortige Kontrolle der geschossenen Bilder.
• Keine Schuhkartons als Bildarchiv mehr – man archiviert am Computer!
• Chemisch hergestellte Bilder und Negative altern – digitale Fotos nicht.
Nachteile digitaler Kameras:
• Zum optimalen Einsatz ist ein Computer ein Muß.
• Langsame Scharfstell- und Auslösezeiten. Je nach Lichtsituation liegt die Verzögerung manchmal sogar über einer Sekunde!
• Stromverbrauch: Sind recht hungrig, die kleinen Dinger. Immer für volle Akkus sorgen!

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