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Anis hilft gegen Husten und Blähungen

In der Küche ist der Anis, vor allem bei Süssspeisen und Gebäck sehr beliebt.Auch hier hilft er, die Verdauung zu unterstützen und fördert die Atmung.
Anis ist Bestandteil vieler Teemischungen, weil er nicht nur eine ausgeprägte Wirkung gegen viele Beschwerden hat, sondern Kräutermischungen auch geschmacklich aufwertet. Der Geschmack von Anis ist süsslich, blumig und mild.
Durch seinen freundlichen Geschmack ist Anis auch besonders für Kinder geeignet.
Das ätherische Öl des Anis wird nach der Einnahme über die Lunge ausgeschieden und wirkt dadurch durch die Lungenbläschen und Bronchien von innen.
Auch die Verdauungsvorgänge werden auf milde Weise angeregt. Blähungen lösen sich durch die krampflösende Wirkung in Wohlgefallen auf.

Stillenden Müttern hilft Anistee bei der Milchbildung.

Das ätherische Anisöl kann man, verdünnt mit fetten Ölen oder als Salbe, zu Einreibungen verwenden. So hilft es bei Brusteinreibungen gegen Husten und bei Baucheinreibungen gegen Blähungen und Magen- und Darmkrämpfe.
Der Anis ist eine 30 bis 50 cm hochwachsende, einjährige Pflanze und besitzt einen süßlichen Geschmack und einen charakteristischen Geruch. Medizinisch verwendet werden die getrockneten Früchte, aber auch in der Lebensmittel- und Likörindustrie wird der Anis zur Aromatisierung verwendet. Da die Anisfrüchte heutzutage überwiegend aus Kulturen gewonnen werden, sind Verunreinigungen mit den ähnlich aussehenden, giftigen Schierlingsfrüchten (Conium maculatum L.) sehr selten.
Pflanze: Pimpinella anisum L.
Familie: Doldengewächse (Apiaceae)

Herkunft:
Die Heimat der Droge vermutet man im Nahen Osten.

Der Anbau findet heute vor allem in Südeuropa, der Türkei, China, Indien, Mittelasien, Mittel- und Südamerika sowie in Japan statt.
Anwendung:
Das wirksame Prinzip der Anisfrüchte ist das ätherische Öl, das zu 80 bis 95% aus trans-Anethol, 2 bis 3% Estragol (Methychavicol) und etwa 1,5% Anisaldehyd besteht und für den charakteristischen Geruch und Geschmack verantwortlich ist. Ihm wird eine krampflösende, schleimlösende und hemmende Wirkung auf das Wachstum von Mikroorganismen zugeschrieben. In den Früchten sind weiterhin fettes Öl, Phenolcarbonsäuren und Flavonoide enthalten.
Zubereitungen aus Anisfrüchten werden daher zur Behandlung von Krankheiten der Atemwege, krampfartigen Beschwerden des Magen-Darm-Traktes und bei Blähungen angewandt.
Anisöl wird meist nicht aus Anis sondern aus Sternanis gewonnen.
Reines Anisöl darf nicht unverdünnt eingenommen werden
(s. Hinweise)!
Zubereitungen aus Anisfrüchten gelten als sicher, sofern sie in für Lebensmittel üblichen Dosierungen verwendet werden. Estragol, cis- und trans-Anethol sind in größeren Mengen möglicherweise bedenklich (s. Hinweise).
Dosierung:
Tee:
Ein halber Teelöffel (etwa 1.5 g) getrocknete Anisfrüchte werden kurz vor der Teebreitung zerstoßen und mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergossen. Den Sud lässt man zugedeckt 10 bis 15 Minuten ziehen und gibt ihn durch ein Teesieb.
Bei Erkrankungen der Atemwege trinkt man jeweils abends und morgens eine Tasse frisch bereiteten Tee. Bei Verdauungsbeschwerden nimmt man mehrmals täglich einen Esslöffel ein.
Zubereitungen:
Anis ist Bestandteil vieler Fertigarzneimittel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen (Hustenmittel) und Verdauungsbeschwerden.

In der Lebensmittel- und Likörindustrie wird es als Geschmackkorrigens, z.B. Ouzo, Pernod, Bonbons und im Haushalt als Gewürz verwendet.
Vogelsand für Käfige können Anis enthalten.
Hinweise:
Nicht anwenden bei bekannter Empfindlichkeit gegenüber Anis, Anethol oder anderer Doldengewächse (Gewürz-, Beifuß-, Sellerie-, Karottenallergie)!
Anis kann gelegentlich zu allergischen Reaktionen der Haut und des Magen-Darm-Traktes führen.
Bei akuten Beschwerden, die über eine Woche anhalten oder immer wieder auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Das ätherische Öl nicht unverdünnt einnehmen!
Auch geringe Mengen können Erbrechen, Übelkeit, Krampfanfälle und Lungenödem hervorrufen.
Nicht äußerlich anwenden!
Anisöl enthält Bergapten, das in Verbindung mit Sonnenlicht zu Dermatosen führen kann. Außerdem ist die Sicherheit bei äußerlicher Anwendung unklar.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (www.bgvv.de) empfiehlt, Gewürze und Kräutertees, die Estragol und/oder Methyleugenol enthalten, nicht in größeren Mengen über längere Zeiträume einzunehmen. Dies gilt in besonderem Maße für Kinder und während Schwangerschaft und Stillzeit. Als Beispiele werden hier genannt: Estragon, Basilikum, Anis, Sternanis, Piment, Muskatnuss, Lemongras sowie Bitterfenchel- und Süßfenchelfrüchte.

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